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Hochbrisantes Wetter in der kommenden Nacht

aktuell, 12.01.2017

Bringen uns Nassschnee und Sturm ähnliche Verhältnisse wie dem Münsterland im Jahr 2005?

In den nächsten Stunden bahnt sich hochbrisantes Wetter an: Nasser Schnee und starker Wind könnten vor allem in der Nacht auf Freitag Teile des Landes zum Erliegen bringen.

Die Karte zeigt die zu erwartenden Spitzenwindgeschwindigkeiten zwischen Donnerstag 22:00 Uhr und Freitag 12:00 Uhr:

Die aktuelle Wetterlage wird vor vor allem im südlichen Niedersachsen und im Münsterland eiskalte Erinnerungen an das erste Adventswochenende 2005 wecken.

Der Winter schlug hier damals mit derartiger Härte zu, dass eine Notlage entstand, die hierzulande ihresgleichen sucht. 

Für die Region ungewöhnlich hohe Neuschneemengen von teils über 50 cm waren vor 12 Jahren aber nicht das alleinige Problem. Der Schnee war extrem nass und wies somit ein hohes Gewicht auf: Nicht nur etliche Bäume, die zum Großteil noch belaubt waren, kollabierten infolge von Schneebruch - auch einige Stromleitungen und -masten knickten wie Streichhölzer ein.

Die Bilder zeigen das Schneechaos im Münsterland im Jahr 2005. Donnerwetter.de-Nutzer Frank Dierkes ließ uns am 24.11.2005 (hier geht es zum Originalbericht) diese Bilder aus Rheine zukommen:

 

 

Die Folge der eingeknickten Strommasten: 250.000 Menschen in 25 Gemeinden mussten bis zu vier Tage ohne Strom ausharren. Der Gesamtschaden, der allein durch die zerstörten Strommasten und die Räumung umgestürzter Bäume entstand, wurde im Nachinein auf 100 Millionen Euro beziffert.

Große Mengen Nassschnee gehören im Winterhalbjahr zu den besonders tückischen Wettererscheinungen. Die nassen Schneemassen lasten mit einem hohen Zusatzgewicht auf Bäumen und Dächern und sorgen somit für ein hohes Schneebruchrisiko.

Rauheis und Schnee an Bäumen

Betroffen sind hier vor allem Nadelwälder in den Mittel- oder Hochgebirgen.

Durch den fehlenden Wind sind aber auch Forstgebiete in Kessel- oder Muldenlagen überdurchschnittlich gefährdet.

Raueis und Schnee können dann mit einem Gewicht von einer Tonne und mehr auf dem Baum lasten. Schneespaziergänge im Wald sollten dann dringend gemieden werden.

Selbst Gebäude können, wenn auch selten, unter den tonnenschweren Schneemassen zusammenbrechen.

Der wohl bekannteste Fall aus Deutschland ereignete sich nur wenige Woche nach den Geschehnissen im Münsterland: Im Januar 2006 fiel die Dachkonstruktion der Eislaufhalle in Bad Reichenhall der Schneelast zum Opfer. Bei dem Unglück starben damals 15 Menschen.

Die aktuelle Unwetterwarnlage finden Sie jederzeit auch auf unwetter.de!

  Michael Mertens
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