Igelhilfe: So schützt Ihr die Stachteltiere in der warmen Jahreszeit!

Lange Trockenperioden und hohe Temperaturen können unseren Igeln im Sommer schwer zu schaffen machen. Wasserstellen trocknen aus und die Nahrung wird knapp. Mit diesen einfachen Tipps macht Ihr Eure Gärten im Handumdrehen zum sicheren Igel-Paradies!

Wenn wir an Igelhilfe denken, kommt uns meistens sofort der Herbst in den Sinn. Doch unsere stacheligen Gartenbewohner brauchen zunehmend auch in den Sommermonaten unsere Unterstützung. Durch den Klimawandel und immer längere Hitze- und Trockenperioden wird das Überleben für Igel im Sommer zu einer echten Herausforderung.

Die größte Baustelle in heißen Sommern ist der akute Wassermangel, da natürliche Wasserquellen wie Pfützen oder kleine Bäche schnell austrocknen. Die Tiere leiden dann oft unter massivem Flüssigkeitsmangel.

Als einfache und effektive Lösung könnte Ihr flache Schalen, wie zum Beispiel Blumenuntersetzer, mit frischem Leitungswasser an schattigen Plätzen im Garten aufstellen.

Wichtig ist dabei, den Tieren niemals Milch anzubieten! Igel sind laktoseintolerant und bekommen von Milch lebensgefährlichen Durchfall.

Neben dem Wasser wird durch anhaltende Trockenheit auch die Nahrung knapp, da sich Regenwürmer, Schnecken und Insekten tief in den harten Boden zurückziehen.

Die Nahrungssuche wird dadurch extrem schwierig – besonders für säugende Igelmütter, die im Sommer ihre Jungen aufziehen müssen.

Hier könnt Ihr mit einer geschützten Futterstation aushelfen. Ideal dafür ist hochwertiges Katzen-Nassfutter mit einem hohen Fleischanteil, das ohne Getreide und ohne Gelee auskommt und für die richtige Festigkeit mit etwas Haferflocken gemischt werden kann.

Nächtlicher Besuch im igelfreundlichen donnerwetter.de-Wettergarten

Eine weitere große und leider menschengemachte Gefahr im Sommer stellt die moderne Gartenarbeit durch Mähroboter und Rasentrimmer dar. Da Igel bei Gefahr nicht flüchten, sondern sich instinktiv einrollen, werden sie von den scharfen Messern oft furchtbar zugerichtet.

Um das zu verhindern, sollten Mähroboter niemals nachts oder in der Dämmerung laufen, da die Stacheltiere genau in dieser Zeit aktiv sind. Zudem empfiehlt es sich, Hecken, Gebüsche und hohes Gras vor dem Einsatz von Freischneidern gründlich zu kontrollieren.

Zu guter Letzt benötigen Igel tagsüber schattige und kühle Verstecke, um die  Sommerhitze unbeschadet zu überstehen. Ein steriler, perfekt aufgeräumter Rasen bietet ihnen allerdings weder Schutz noch Nahrung.

Habt daher ruhig etwas Mut zur Lücke und lass eine Ecke im Garten einfach wild wachsen. Ein Haufen aus Totholz und Reisig oder ein dichtes Gebüsch ist der perfekte Sommer-Rückzugsort.

Mit diesen einfachen Schritten rettet Ihr Igelleben und sorgt dafür, dass die nützlichen Insektenfresser gut durch die warme Jahreszeit kommen.

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