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Schneelage im Alpenraum

aktuell, 14.01.2019

Kurze Verschnaufpause, dann könnte sich die Lage noch weiter zuspitzen.

In dieser Woche sind in den eingeschneiten Alpenregionen in Süddeutschland und Österreich zwar zeitweise weitere Schneefälle zu erwarten, dennoch bleibt den Bewohner der Krisengebiete kurz Zeit zum Durchatmen - bzw. zum Räumen der Dächer.

In der kommenden Woche könnte sich das Blatt aus aktueller Sicht dann wieder wenden. Treffen die Prognosen ein, stehen den Alpenregionen in der letzen Monatsdekade weitere erhebliche Schneefälle bevor, die katastrophale Auswirkungen haben könnten.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Januar 2019 auch den ein oder anderen Langzeit-Schneerekord in den betroffenen Gebieten kassiert.

Weiterhin besteht in vielen Regionen die höchste Lawinenwarnstufe. Erst am Wochenende starben drei deutsche Wintersportler in Österreich, ein vierter wird noch vermisst, weil sie abseits der Pisten von einer Lawine überrascht wurden.

Zwischen welchen Lawinenarten man im Allgemeinen unterscheidet, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Definition

Das Wort Lawine bedeutet 'gleiten'. Der Schnee gleitet an einem Hang mit höherem Gefälle herunter in die Tiefe. Bei Schneehöhen in den Alpen von 3-4 m besteht überall extreme Lawinengefahr. Dabei kommt es auf die Schichtung des Schnees an; denn nur, wenn die Schichtung des Schnees instabil ist, also einige Stellen eine hohe Gleitfähigkeit aufweisen, können sich Lawinen rasch lösen.

Drei Lawinenarten werden unterschieden:

Die Staublawine, die bei hohen Mengen Neuschnee niedergeht. Auf Altschnee fallen meist hohe Neuschneemengen, die dann auf der Altschneedecke abrutschen.

Die Grundlawine entsteht durch Tauwetter. Bei hoher Sonneneinstrahlung oder Plusgraden taut es an einigen Stellen kräftig, wobei ganze Teile eines Schneefeldes einfach abreißen und den Berg hinabgleiten.

Die Touristenlawinen lösen sich durch äußere Einwirkungen wie Skifahrer, Bergsteiger oder aber auch durch starken Wind. Kleinste Erschütterungen bringen den Schnee in Bewegung.

Der beste Schutz gegen Lawinen ist ein dichter Bergwald, der den Schnee festhält. Leider wurde und wird in den Alpen kräftig gerodet, so dass teure künstliche Betonschutzwände einen schlechten Waldersatz darstellen müssen.

Hier geht es zu unseren aktuellen Schneehöhen.

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