Wetterbeeinflussung - ein Dauerbrenner

aktuell, 19.04.2024

Starkregen durch geimpfte Wolken - donnerwetter.de war diesem Thema bereits 2007 auf der Spur.

Es ist erstaunlich, wie die gleichen Geschichten immer wieder funktionieren und zu Verschwörungsmythen führen - so etwa auch die militärische Wetterbeeinflussung durch das Impfen von Wolken.

Bereits im Jahr 2007 haben wir mir dem Pro 7-Format "Galileo Mystery" zu diesem Thema recherchiert und gedreht.

Damals ging es um das "Lynmouth Flood Desaster" im Jahr 1952 in Großbritannien, bei dem der Verdacht einer möglichen künstlichen Wetterbeinflussung durch die Royal Air Force geäußert wurde.

Bei der bislang schwersten Flutkatastrophe im Vereinigten Königreich fiel am 15. und 16. August 1952 binnen 24 Stunden fast 230 mm Niederschlag; 34 Menschen starben in der im Südwesten gelegenen Ortschaft Lynmouth durch eine Schlamm- und Gerölllawine, zwei Drittel des Ortes wurden zerstört.

"Galileo Mystery"-Beitrag zur Wetterbeeinflussung im Jahr 2007

Über die Jahre ploppten nach plötzlichen Starkregenereignissen immer wieder Annahmen einer künstlichen Wetterbeeinflussung auf - so auch ganz aktuell im Rahmen der Flutereignisse in Dubai.  

Nüchtern betrachtet ist es nach wie vor aber äußerst unwahrscheinlich, dass mittels geimpfter Wolken gezielt und willentlich Orte unter Wasser gesetzt werden.

So auch im Jahr 1954: Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet mit einer Ausdehnung von mehreren hundert Kilometern verharrte nahezu bewegungslos in den genannten Augusttagen über dem West Country, also dem Südwesten Großbritanniens, und sorgte so für erhebliche Regenmengen. Und das nicht nur in Lynmouth. Ähnliche Ereignisse hatte es in den südwestlichen Landesteilen bereits im 18. und 19. Jahrhundert gegeben.

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