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Luftmassengrenze 1978/1979

Spezial, 05.02.2021

Als auf Rügen Häuser von Schneemassen verschluckt wurden - Chronik eines der ungewöhnlichsten und extremsten Wetterereignisse in der meteorologischen Geschichte Deutschlands

Es reicht das Stichwort „78/79“ und bei jedem Wetterkundler wird eine Flut von Erinnerungen hervorgerufen.

Der Kaltlufteinbruch kurz vor Silvester 1979 war eines der ungewöhnlichsten Wetterereignisse in der meteorologischen Geschichte Deutschlands. Kurz nach Weihnachten baute sich eine „Tiefdruckrinne“ auf, die von den Britischen Inseln über die südliche Ost- und Nordsee bis nach Polen reichte.

Im Wetterbericht der Tagesschau am Freitagabend, dem 28. Dezember, wurde um 20:15 Uhr von einer Luftmassengrenze über Deutschland gesprochen. Diese würde genau über Norddeutschland liegen und warme und eiskalte Luft trennen. Zudem würden starke Böen bis hin zur Sturmstärke an der Küste für Schneeverwehungen sorgen. Dieser Wetterbericht traf, wie sich später zeigen sollte, sehr genau zu und sorgte für unglaubliche Situationen im Norden Deutschlands. Hätte man auf den Wetterbericht genau gehört, hätte es solch ein Schneechaos nicht gegeben.

Zunächst zur Wetterlage:

Auf der Südseite der Rinne floss sehr warme Luft nach Deutschland ein. Im Südwesten gab es einen regelrechten "Frühling im Winter". In Karlsruhe und Freiburg wurden am 27. und 28. Dezember fast 15 Grad erreicht. Sogar nachts sank das Quecksilber am Oberrhein nicht unter 10 Grad.

Auf der Nordseite der Rinne genau das Gegenteil: Väterchen Frost herrschte hier mit eisiger Hand. Durch eine östliche Strömung gab es über der Nordsee, über dem nördlichen Schleswig-Holstein und der Küste Mecklenburg-Vorpommerns einen eiskalten Ostwind mit Schneegestöber. Meteorologen nennen diese Wetterlage eine „Luftmassengrenze“. Diese lag am 28. Dezember gegen 13 Uhr genau entlang der Küstenlinie.

Während es in Emden, Hamburg und Berlin bei einem Südostwind bei 9 Grad regnete, gab es auf den Ostfriesischen Inseln bei einem schwachen Ostwind bei 3-4 Grad leichten Regen. Auch in Cuxhaven, auf Helgoland, in Heide und über den Müritzseen regnete es bei 2-4 Grad. Noch 50 km weiter nördlich über den Halligen tobte bei 0-1 Grad ein Ostschneesturm. Auch an der Ostküste Schleswig-Holsteins schneite es stark. Auf Rügen, in Schwerin und über der gesamten Ostsee bis Kiel gab es Ostwind mit Sturm und Schnee.

Auf einer Strecke von 100 km herrschte also ein Temperaturunterschied von 12 Grad.

In Süddeutschland war es sogar richtig frühlingshaft warm, in München konnte man bei Sonnenschein und 13 Grad sogar im Biergarten sitzen. Am Oberrhein kletterte das Quecksilber über 14 Grad, in Südwestfrankreich wurden sogar 20 Grad erreicht.

Die Wetterprognosen erwarteten damals für die nächsten Tagen einen Kaltlufteinbruch bis zu den Alpen mit Schnee. Schon vor über 20 Jahren waren die Vorhersagen, wie das Beispiel Tagesschau zeigt, recht genau und sagten den folgenden Wintereinbruch der nächsten Tage voraus.

Am 29. Dezember verschärfte sich der Temperaturgegensatz noch weiter. In der Nacht zum 29.12. fiel in ganz Schleswig-Holstein Schnee und die Kaltluft drang nun besonders über Ostdeutschland nach Süden vor.

In ganz Mecklenburg wurde es frostig und auch in Brandenburg und Berlin sank die Temperatur in den Frühstunden unter den Gefrierpunkt. Mit der Winddrehung auf östliche Richtungen fiel die Temperatur bei starkem Schneefall auf Rügen auf – 8 Grad und auf –5 Grad in Schleswig, -3 Grad in Hamburg bei Eisregen, in Cuxhaven auf –2 Grad und 0 Grad auf Helgoland. Die Frostgrenze erstreckte sich nun quer durch Niedersachsen und das südliche Brandenburg. Südlich dieser Grenze wurden in Köln, Dortmund, Münster und Nürnberg 10 Grad erreicht. Südlich der Mittelgebirge regnete es bei diesen milden Werten weiter.

Entscheidend war aber nicht nur das Vorrücken der Wetterfront nach Süden, sondern der starke Luftdruckgradient über Norddeutschland, der schnelle Abfall des Luftdrucks innerhalb weniger Kilometer.

Schneeverwehungen

Mit Sturmböen wurde die Kaltluft aus dem Herzen Russlands über die Ukraine und die Ostsee nach Schleswig-Holstein geweht. Der Mittelwind am Mittag des 29. Dezember erreichte auf Helgoland Windstärke 7-8, in Cuxhaven Stärke 5, in Schleswig Windstärke 5 und auf Rügen Windstärke 4. In Böen wurde teilweise Windstärke 7-8 erreicht.

Am 29. fielen an der Küstenlinie fast 20 l/m² Niederschlag. Schleswig und Kiel hatten 20-21 l/m² Regenwasser, was einer Schneemenge von 20-25 cm entsprechen dürfte. Auf Helgoland fielen 15 l/m², auf den Ostfriesischen Inseln sogar bis zu 27 l/m². 2

Die Schneedecke betrug am Morgen des 29. Dezember in Schleswig-Holstein 15-25 cm und war durch Wind stark verweht. Noch mal selben Tag türmte sich die Schneedecke zu Verwehungen bis zu einem Meter Höhe auf. An anderen Stellen lag dagegen überhaupt kein Schnee.

Diese trockenen Zahlen können kaum wiedergeben, was im nördlichsten Bundesland vor sich ging. Am Freitag, dem 28. Dezember, spürten die Behörden noch nicht, was für eine Wetterlage sich zusammenbraute, wie sich Gernot Korthals, der ehemalige Landrat von Schleswig-Angeln erinnerte. Doch schon in der ersten Nacht brach der Verkehr vollständig zusammen. Auf der A7 zwischen Dänemark und Hamburg, die sich quer durch Schleswig-Holstein windet, kam es im Dauerschneesturm zum totalen Stillstand.

Die Winterdienste hatten, so zeigte es die spätere Analyse nach dem Jahrhundertschneesturm, viel zu spät und mit zu wenigen Räumfahrzeugen die Straßen geräumt. Denn wenn die Straße erst einmal zugeschneit und verweht ist, dann haben auch die Räumfahrzeuge kaum eine Chance mehr. Auf der dänischen Seite, wo der Schneesturm ebenfalls wütete, konnten 32 km Autobahnstrecke nördlich der deutschen Grenze mit sieben alten Fahrzeugen fast während des gesamten Sturms frei gehalten werden. Die Menschen, die es auf der deutschen Seite zur einzigen Autobahnraststätte entlang der A7 „Hüttener Berge“ geschafft hatten, mussten für Tage in der Raststätte ausharren. Ein vergleichsweise angenehmeres Schicksal, als zwei Tage in den Autos zu frieren. Die Raststätte lag zwischen Eckernförde und Rendsburg, nur wenige Kilometer vor Schleswig. Der ehemalige Pächter der Raststätte, Hans Schlünß, erinnerte sich in einem Fernsehinterview beim NDR 1988, zehn Jahre nach der Katastrophe, noch sehr genau an die damalige Situation. In der kleinen Raststätte, die eigentlich nur ein vergrößerter Kiosk mit Tankstelle war, mussten 150 Menschen aller Nationalitäten auskommen. Die Lagerräume wurden geräumt, so dass alle auf dem durch Bodenheizung warmen Boden schlafen konnten. Die Verkaufstextilien im Haus wurden als Decken genutzt. Während der drei Tage entwickelten sich Freundschaften und es wurde gefeiert und getanzt.

Was sollte man auch machen? Not verbindet eben wirklich.

In der Nacht zu Samstag, nach nur wenigen Stunden Schneesturm, war es schon so schlimm, dass auch Mitarbeiter der Rettungsleitstellen nicht zur Arbeit kommen konnten. Georg Händel von der Rettungsleitstelle Schleswig wollte in der Nacht zum 29. Dezember zu Fuß zur Dienststelle. Der Weg dorthin wäre für ihn beinah zur tödlichen Falle geworden. Denn der Schneesturm mit Sichtweiten von 0-5 Metern in totaler Dunkelheit und einer fühlbaren Kälte von –20 Grad, machte auch Georg Händel so zu schaffen, dass er schon glaubte, er müsste draußen erfrieren. Nur durch ein steckengebliebenes Feuerwehrfahrzeug konnte er gerettet und später zur Dienststelle gebracht werden.

In der Nacht zum 29. Dezember spürte Thietmar Hambach, damals Hörfunkjournalist im NDR-Studio Flensburg, dass diese Wetterlage ungewöhnlich war. Hunderte von besorgten Bürgern riefen beim Radio an. Am 29. Dezember wurde dann Katastrophenalarm für große Teile Schleswig-Holsteins ausgerufen und für 7 Tage ein absolutes Fahrverbot verhängt. Erst an diesem Samstag wurde auch von den Behörden der Ernst der Lage erkannt. In ganz Schleswig-Holstein, aber auch im nördlichen Mecklenburg-Vorpommern gab es kaum noch eine befahrbare Straße. Bis zum 30. Dezember erreichten die Schneeverwehungen an einigen Stellen teilweise 5-7 Meter Höhe.

Auch in der ehemaligen DDR gab es immense Probleme, zum Beispiel fiel auf der gesamten Insel Rügen der Strom aus. Die Armee rückte aus und versorgte notdürftig die Bevölkerung und transportierte Kranke und Rentner zu den Versorgungsstellen. Über Tage mussten Soldaten Schnee schaufeln. In Norddeutschland wurde ebenfalls die Bundeswehr eingesetzt. Leider etwas zu spät, denn nur die Bundeswehr war in der Lage, dieser Schneemassen im Norden her zu werden. Sie hatte Bergepanzer und konnte im Laufe des Samstags und Sonntags die eingeschlossenen Menschen auf der A7 befreien, oder besser gesagt retten. Die meisten Menschen hatten schon ernsthafte Erfrierungen, da sie bis zu 36 Stunden in den Wagen saßen.

Faszinierend waren nicht nur die horizontalen Temperaturverhältnisse an diesem Tag über Deutschland, sondern auch die vertikalen. Jeden Tag werden alle 12 Stunden sogenannte Radiosondenaufstiege unternommen, bei denen diese Messsonden bis auf 25 km Höhe steigen und Temperatur, Feuchtigkeit und den Luftdruck messen. Während in Berlin gegen Mittag am Boden schon starker Frost herrschte, sank die Temperatur bis in 400 m Höhe auf –8 Grad, bevor sie in 500 m über den Gefrierpunkt und in 800 m Höhe auf plus 4 Grad stieg.

Ähnlich war die Wettersituation von Frankfurt an der Oder über Magdeburg, über der Lüneburger Heide bis ins Emsland. Am Boden herrschte schon Frost, während zwischen 500 und 1.000 m Höhe noch die warme Luft mit Plusgraden lag. Durch diesen Temperaturunterschied in der Höhe gab es gefährlichen Eisregen entlang der Grenze zur warmen Luft quer durch Deutschland.

Am 30. Dezember lag die Luftmassengrenze noch ein Stück weiter südlich, quer über Nordrhein-Westfalen, Hessen und vor dem Erzgebirge. Nördlich der Mittelgebirge gab es Frost bis –13 Grad, südlich davon Temperaturen von 7-10 Grad bei Regen. Der Ostwind war weiterhin stürmisch. Mittlerweile brach der Verkehr im gesamten Frostbereich vollständig zusammen. Eisregen und die Schneeverwehungen sorgten für katastrophale Zustände im Norden Deutschlands. Am Mittag des 30. Dezember gab es bei Windstärke 4-5 im Mittel mäßigen Schneefall in Cuxhaven, leichten Schneefall auf Juist bei –8 Grad und starke Schneefälle in Hamburg, Kiel und auf Rügen bei –8 bis –10 Grad. In Berlin sank die Temperatur auf –13 Grad bei leichtem Schneefall ab. In Görlitz traten bei Werten unter –11 Grad Eisregenfälle auf, da selbst bei so tiefen Temperaturen in größerer Höhe noch Warmluft lag. In Schleswig-Holstein ging das Schneechaos weiter, denn bei einer Schneedecke von 40-50 cm Höhe gab der Wind nicht nach und die Verwehungen türmten sich weiterhin meterhoch auf. Die Wassermenge der Niederschläge erreichte in Schleswig und Kiel zwischen 20 und 37 Liter auf den Quadratmeter. Der Wind, der die Verwehungen verursachte, erreichte auf Sylt bis zu Windstärke 10 und damit Böen von 100 km/h. Der Pulverschnee wurde ein Spiel des Windes.

An diesem Wochenende wurde in Schleswig-Holstein auch die Abhängigkeit der modernen Zivilisation vom elektrischen Strom deutlich. Durch den Sturm und die Schneelast bei eisigen Temperaturen brach das Stromnetz in Teilen des Landes zusammen. Dadurch wurde es nicht nur ungemütlich, sondern durchaus gefährlich, da damit oft auch das Telefonnetz gestört war. Auch die Heizung fiel meist aus, bei bis zu –15 Grad Außentemperatur sank in den Häusern die Temperatur rasch gegen 0 Grad und zahlreiche gefrorene Wasserrohre platzten. Im NDR-Hörfunk gaben Ärzte Tipps, wie man mit Verletzten umgehen sollte, da eine Versorgung von Außen durch den Schneesturm für die Rettungsdienste oft unmöglich war. Auch Fragen wie „Wie wickelt man ein Baby bei 0 Grad im Haus?“ mussten beantwortet werden. Ab dem 30. Dezember wurde endlich auch die Bundeswehrhubschrauberstaffel „hungriger Wolf“ eingesetzt, die Schwerverletzte und Hochschwangere in die Krankenhäuser transportierte. Auch aus der Dankbarkeit für gelungene Nottransporte haben sich zahlreiche Freundschaften entwickelt, die bis heute hielten.

Am letzten Tag des Jahres drang die Luftmassengrenze wiederum etwas weiter südlich vor und verließ am Mittag Nordrhein-Westfalen und Hessen und erreichte Bayern. Auch in Deutschlands Mitte brach der Verkehr bei Schnee und Eisregen total zusammen. In München wurden am Silvestertag nochmals 11 Grad und in Freiburg bis zu 12 Grad gemessen, während Münster und Dresden –15 Grad und Berlin sogar –18 Grad meldete. In Berlin kam es bei auffrischendem Wind innerhalb weniger Stunden zu einem Neuschneezuwachs von über 10 cm.

Es war einer der größten Temperaturgegensätze der Geschichte Deutschlands. Über 30 Grad Unterschied konnten auf eine Strecke von teilweise nur 50-100 km beobachtet werden.

Am Neujahrstag drang der Frost bis zu den Alpen vor und ganz Deutschland lag unter Eiseskälte. Damit beruhigte sich aber auch endlich die Wetterlage und die Schneefälle hörten im Tagesverlauf auf. In ganz Deutschland konnte man nun ein „weißes Winterwunderland“ genießen. Nur selten gibt es solch eine Wetterlage, bei der von Helgoland bis zur Zugspitze Schnee liegt. Die Schneeverteilung war jedoch ungewöhnlich: Während der Norden und Osten mit 20-60 cm im Schnee versank, lagen im normalerweise schneeverwöhnten Bayern nur wenige Zentimeter. Selbst im Westen am Rhein lag mit über 10 cm deutlich mehr Schnee.

Die Bilanz in Schleswig-Holstein nach dem Schneechaos zeigte nochmals, wie empfindlich der Mensch durch Naturereignisse getroffen werden kann. In der Monitorsendung vom 9.1.1979 wurde dann auch Kritik an den Behörden und an unvernünftigen Privatleuten laut: „Vier Tage ohne Strom reichen aus, um in die Zeit der Vorväter versetzt zu werden“. Die Behörden hätten schneller auf die sich abzeichnende schlimme Wetterlage reagieren müssen.

Der Streudienst hätte bei dieser Wetterlage alle verfügbaren Kräfte zur Räumung der Autobahn einsetzen müssen. Besonders der Mangel an Schneefräsen, die mit solchen Schneemassen fertig werden, machte sich bemerkbar. Diese wurden zwar aus Bayern kurzfristig eingeflogen, konnten aber erst spät die Situation verbessern. (Übrigens besitzen heute viele Gemeinden im Norden einzelne Schneefräsen, aber nicht jede Gemeinde kann sich eine solche Maschine für 150.000 Euro leisten.) Mitarbeiter der Schleswag, des Energieversorgers, konnten die Stromversorgung erst nach Tagen reparieren, da auch sie nicht aus ihren Standorten zu den Problemstellen kamen. Durch den Stromausfall kam es zu großen Schäden in der Landwirtschaft, da Mel kmaschinen, Heizungen usw. nicht mehr zur Verfügung standen. Tausende von Kühen und Schweinen mussten dies mit ihrem Leben bezahlen. 9.000 Tonnen Milch versickerten im Schnee. Heute wäre ein solcher Stromausfall kaum möglich, da die Leitungen verbessert wurden und zu 50 Prozent unter der Erde liegen.

Noch schlimmer wiegen jedoch die vier Toten, die der Sturm forderte. Diese Todesopfer waren vermeidbar, wären alle Menschen wirklich konsequent zu Hause geblieben. Viele haben aber den Ernst der Lage unter- und sich selbst überschätzt, gingen nach draußen und erfroren. Auch viele Autofahrer waren unvernünftig und missachteten das Fahrverbot oder setzten sich aus Neugier nach dem Ende der Schneekatastrophe in den Norden in Bewegung.

Allein in Schleswig-Holstein verursachte der Sturm einen Schaden von etwa 80 Millionen Euro. Dabei wurden jedoch nicht sämtliche Umsatzausfälle eingerechnet! Besonders die Kosten für die Schäden am Küstensaum beschäftigten die Gemeinden auf Jahre hinweg. Die Küste lag unter einem bis zu 2 m dicken Eispanzer aus gefrorenen Meerwasser. Auch in der DDR gab es bizarre Bilder, zum Beispiel waren auf Rügen einige Häuser unter Schneewehen verschwunden und die Küste lag unter einer wunderschönen Eis und Schneelandschaft. Der Staat half mit Steuererlassen und einzelnen Hilfen, die schlimmsten Schäden zu überwinden.

Die Menschen haben dieses Ereignis nicht vergessen. Auf vielen Bauernhöfen gibt es noch heute Notstromaggregate für den Ernstfall. Peter Hansen, der einen Hof in Maasbüll besitzt und alleine durch den Stromausfall 12 Schweine verlor, glaubt, dass heute die Abhängigkeit von externen Strom-, Gas- und Wasserlieferungen noch höher ist, also die Schneekatastrophe heute vielleicht noch schlimmer verlaufen wäre.

Am 7. Januar 1979 brachte dann endlich eine Warmfront den Wetterwechsel zu einer deutlichen Milderung und beendete damit das bislang schlimmste Winterwetter-Ereignis in Deutschland. Immerhin führte dieser Schneesturm zu einer engen, fast schon vergessenen Nachbarschaftshilfe. Nachts saßen die Familien zusammen in einem Raum und man erzählte sich Geschichten. So mancher alter Ofen erlebte nochmals eine Renaissance.

Nur sechs Wochen später klopfte der Winter nochmals mit heftigem Schneefall an die Tür. Und wieder folgte ein Chaos...

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