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Zittern vor Nachtfrösten

Agrartipp, 14.04.2016

Erste Folien-Erdbeeren nun im Handel, Freilandware im Mai.

Die Deutschen lieben ihre Erdbeeren: Im Wirtschaftsjahr 2014/2015 lag der Pro-Kopf-Verbauch bei 3,4 Kilogramm Erdbeeren, damit läuft die rote Frucht hierzulande sogar Kirschen und Birnen den Rang ab. Ingesamt verspeiste jeder Bundesbürger im WJ 14/15 gut 65 Kilogramm Obst.

Bild: Achim Otto

Heimische Ware, zumindest die, die unter Folientunneln angebaut wurde, wird voraussichtlich in diesen Tagen den Weg in den Handel finden. Bislang mussten Liebhaber der gesunden Frucht, welche aus botanischer Sicht zu den Sammelnussfrüchten und nicht den Beeren zählt, auf Ware aus den Niederlanden oder Spanien zurückgreifen. Erste Freilanderbeeren werden im Mai folgen.

Die frühen "Folien-Erdbeeren" nehmen übrigens nur einen sehr geringen Anteil an der jährlichen Gesamternte ein. So stammten laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2015 bei einer Gesamterntemenge von 173.000 Tonnen stolze 92% aller Erdbeeren aus Freilandanbau. Die meisten Erdbeeren wurden dabei in Niedersachsen (43.500 Tonnen) und NRW (31.400 Tonnen) von den Feldern geholt.

Bild: Achim Otto

Viele Erdbeeranbauer befinden sich derzeit in akuter Lauerstellung. Der Grund: Nachtfröste, die die empfindlichen Blüten in den kommenden Tagen heimsuchen könnten.

Bis zu einer Temperatur von etwa -8 Grad C können die Erzeuger, sollte sich dann eine Frostnacht ankündigen, mit Vliesen, Folien oder speziellen Frostschutzberegnungsanlagen ihre Bestände schützen.

Letztere benetzen die Erdbeeren, und vor allem deren empfindliche Blüten, mit einer feinen Wasserschicht, die in der kalten Nacht einen dünnen Eispanzer um die Pflanze herum bildet und sie so vor der Kälte schützt.

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