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Lasst Euch von der Politik nicht kalt machen!

aktuell, 18.08.2022

Nur einzelne Räume beheizen? 18 Grad C? Schlechte Idee!

Spüren Sie auch schon die Nervosität in Ihrem näheren Umfeld? Die umgehende Angst, im Herbst und Winter vom Energiekostenmonster mit Haut und Haar gefressen zu werden? Auch wir sind nicht nur von den enormen Preissteigerungen betroffen sondern erleben, wie die Panik vor einem Kaltlufteinbruch bei vielen quasi täglich um einige Prozentpunkte ansteigt.

Es muss gespart werden - da führt angesichts Gaspreissteigerungen teils um den Faktor Vier kaum ein Weg herum. Eine Maßnahme, die im Moment die Runde macht:

Es sollen nur einzelne Räume beheizt werden - ein ähnlicher Vorschlag war kürzlich auch aus den Reihen von Habeck, Lindner & Co. zu hören.

Ähnlich wie die vor Aktionismus triefende 19-Grad-Idee, die von der Politik angepriesen und erstaunlicherweise auch in Expertenkreisen auf sehr wenig Widerstand  zu treffen scheint, sollte man auch das Vorhaben, nur einzelne Räume im Herbst und Winter zu beheizen, sehr scharf überdenken. Trifft warme und feuchte Luft des einen Raums auf die kühlen Wände des anderen unbeheizten, können Sie sich schon einmal auf einen neuen Untermieter freuen. Der beteiligt sich zwar nicht an den Energiekosten, führt im besten Falle aber zu Atemnot und Kopfschmerzen - der Schwarzschimmel lässt grüßen.

Schimmel - Bild: Thorben Wengert / Pixelio_de

Sie können sich sicherlich denken: Die Interessen der politischen Entscheider sind andere als die Ihrigen:

Während man in Berlin nur irgendwie versucht, mit den Energiereserven über den Herbst und Winter zu kommen und die Bevölkerung mit halbgaren Energiespartipps nervt, bei denen, wie oben ersichtlich, offenbar sogar die Grundgesetze der Bauphysik keine Beachtung finden, wünschen wir uns trotz Krise ein zumindest einigermaßen angenehmes Wohn- und Arbeitsklima.

Der geringe Anspruch der breiten Masse lässt sich weder mit einer teilbeheizten Wohnung noch mit einer allgemeinen Temperaturdeckelung von 19 Grad befriedigen. Im Gegenteil: Man kann so weit gehen, die Energiespar-Ergüsse aus Berlin als gesundheitsgefährdend zu bezeichnen. Wer mittel- oder langfristige Schäden an der Bausubstanz und am eigenen Körper vermeiden will, beheizt nicht nur einzelne Räume und lässt sich nicht von einer willkürlich gewählten Temperaturobergrenze hinters Licht führen, die weder elementare Faktoren wie Alter, Geschlecht, Arbeitsumfeld und natürlich die Tätigkeitsart berücksichtigen kann.

Fazit: Die Lage ist ernst und in puncto Energiesparpotential gibt es sicherlich noch reichlich Luft nach oben. Mit Aktionismus und nicht zu Ende gedachten Geistesblitzen gewinnt man in Krisenzeiten aber keinen Blumentopf. Es ist ein wenig wie bei den Spielplatzschließungen während der ersten Coronawelle: Binnen kürzester Zeit wuchern zum Teil abstruse Ideen ohne Substanz, die sich weder an der Realität der Menschen orientieren noch mittel- oder langfristige Folgen miteinbeziehen. Schlau wirde man dann erst, nachdem man kolossal scheitern musste.

  Karsten Brandt
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